Freitag 23. Oktober 2020

Pentaton Bläserquintett – Time Changes

Musik

Liebfrauenkapelle, Zug

  • Datum 23.10.2020  20:00 - 21:30
  • Ort Liebfrauenkapelle, Zug
  • Link
  • Preis Eintritt frei - Kollekte
  • Kategorie Kammermusik, Klassik (allgemein)
  • Zielgruppe Offen für alle
  • Vergünstigungen Beitrag freiwillig / Kollekte

Das mehrfach preisgekrönte pentaTon Bläserquintett mit dem Zuger Klarinettisten Nicola Katz präsentiert in seinen traditionellen Herbstkonzerten das Programm "Time Changes" in der idyllischen Liebfrauenkapelle, dem ältesten Gotteshaus der Stadt Zug.
Im Zentrum stehen vier Werke von Komponisten, die einerseits in Übergangsphasen von weltpolitisch oder historisch wechselnden Zeiten gelebt haben oder andererseits mit ihrem Schaffen selbst Zeitphasen im musikgeschichtlichen Sinne geprägt haben.
Mit der „Humoreske“ des Wiener Komponisten Alexander von Zemlinsky wird das Konzert eröffnet. Das Stück wurde in der Anfangsphase des zweiten Weltkrieges geschrieben und mag mit seiner gefälligen und lieblich-heiteren Art noch nicht wirklich auf die sich zuspitzende weltpolitische Lage hindeuten... Oder war es gar die bewusste Absicht des Komponisten, die Zuhörer*innen in eine ferne Traumwelt zu versetzen wo die Leiden des Alltags für eine kurze Zeit ausgeblendet werden durften?
Der englische Zeitgenosse Zemlinskys, Gustav Holst, liess in seine Werke oft Einflüsse alter Musik erklingen – so auch bei seinem Bläserquintett in As-Dur op. 14. In diesem schönen Repertoirestück kombiniert Holst geschickt neo-barocke Satzformen mit eigenen, moderner anmutenden Klangvorstellungen.
In der zweiten Konzerthälfte werden die beiden gegensätzlichen Komponisten Hindemith und Mozart gegenübergestellt. Die kurzweilige, schroffe und zuweilen grotesk-karikierend daherkommende „Kleine Kammermusik für fünf Bläser“ von Paul Hindemith lässt die Besucher*innen ebenso die Ohren spitzen wie die Serenade in c-moll von Wolfgang Amadeus Mozart, welche mit ihrem Übertitel „Nachtmusique“ das Publikum in dunklere, geheimnisvolle aber dennoch sehr wohltuende Sphären entführt und das Konzertprogramm beschliesst.

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