Genuss mit über 40 Punkten und Sternen

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Das vierte Zuger Genuss-Film-Festival ist Geschichte. Die Gäste zeigen sich sehr zufrieden. Die Macher ziehen Bilanz und schauen bereits vorwärts auf die nächste – kleine – Jubiläumsausgabe.

  • Die Macher des Zuger Genuss-Film-Festivals: Stefan Meier, Ulrich Straub und Matthias Luchsinger (von links). (Bild Charly Keiser)
    Die Macher des Zuger Genuss-Film-Festivals: Stefan Meier, Ulrich Straub und Matthias Luchsinger (von links). (Bild Charly Keiser)

Zug – Am Donnerstag ist mit dem «Soirée Closing» das vierte Zuger Genuss-Film-Festival zu Ende gegangen. Star des Abends war der Oberägerer Fotograf und Bergführer Robert Bösch, der als «Zuger Fotograf des Jahres» für sein Lebenswerk ausgezeichnet wurde. Der diplomierte Geograf arbeitete eng mit dem Bergsteiger Ueli Steck zusammen und dokumentierte viele seiner Touren. Seine Bildbände und Reportagen aus den Bergen aller Welt haben Kultstatus.

Am Vorabend teilten sich gleich vier Leute die grosse Aufmerksamkeit. So nahm nämlich der Koch des Abends, Robert Speth vom «Chesery» in Gstaad, seine beiden Kollegen Urs Gschwend vom Hotel Le Grand Bellevue Gstaad und Franz Faeh vom Gstaad Palace mit nach Zug. «Für uns kochen heute Köche mit über 40 Gault-Millau-Punkten und einigen Michelin-Sternen», kündigte Festivalgesamtleiter Matthias Luchsinger die Starköche an. Comte Stephan von Neipperg begeisterte mit seinen Weinen und überraschte mit seinem Pass (siehe Box).

Zahlreiche Spitzenköche

«Das Festival ist nun etwa so, wie ich es mir vorstelle», antwortet Luchsinger auf die Frage nach seinem persönlichen Fazit. Und auch Ulrich Straub, Verwaltungsratspräsident der Genuss-Film-Festival AG, ist voll des Lobs für die diesjährige Ausgabe: «Unser kulinarischer Leiter, Stefan Meier, hat es erneut geschafft, zahlreiche Spitzenköche nach Zug zu bringen. Und dank des Glaspavillons haben wir quasi neu einen temporären Zuger Kulturpalast am See.»

Was Straub damit (auch) anspricht, sind die zwei Platanen der Seepromenade, um die der Glaspavillon aufgestellt wurde. Dank einer raffinierten Beleuchtung und hochwertiger Möblierung strahlte das vierte Festival deutlich mehr Eleganz aus als dessen Vorgänger-Ausgaben.

Wichtiges Rahmenprogramm

Wichtig ist den drei Initianten des Festivals das Rahmenprogramm: «Das Kochen mit den Schulklassen ist eine tolle Sache», schwärmt Luchsinger. «Und die Awards für Schauspieler, Filmer und Fotografen sind das Salz in der Suppe», ergänzt Straub: «Wir finden es sehr wichtig, dass wir im Rahmenprogramm Zuger Künstler unterstützen können.»

Die Einschätzung der Macher deckt sich mit den Meinungen der Gäste, wie eine entsprechende Nachfrage zeigt. «Das Festival war wirklich ein Highlight», sagt Inge Schütz, die im Belpberg im Kanton Bern wohnt und mit Bruder Paul Schütz aus Cham an mehreren Tagen das Programm «sehr genossen» hat.

Für viele Zuger ist das Genuss-Film-Festival zu einem fixen Programmpunkt im Jahreskalender geworden. «Ich werde bestimmt auch im nächsten Jahr wieder teilnehmen», sagt die Zugerin Hedy Mössl, früher selbst in der Gastronomie tätig.

Bereits in Planung ist das fünfte Genuss-Film-Festival im kommenden Jahr. «Wir konnten bereits einige Nägel mit Köpfen machen», sagt Luchsinger und ergänzt: «Aber klar, es bleibt noch einiges zu tun. Sicher ist, dass wir uns für das nächstjährige kleine Jubiläum voll ins Zeug legen.» (Charly Keiser)