Feindbilder – Führung in Gebärdensprache zur Ausstellung «Ernstfall!»

Ausstellungen, Brauchtum & Geschichte

Museum Burg Zug , Zug

Fachreferentin Franziska Aeschbach übersetzt die öffentliche Führung der Sonderausstellung  «Ernstfall! Die Schweiz im Kalten Krieg»  simultan in Gebärdensprache.

  • Datum 1.9.2019  14:00 - 15:00
    9.1.2020  18:00 - 19:00
  • Dauer 1 Stunde
  • Altersstufe Erwachsene
  • Zielpublikum Familien & Einzelpersonen, Vereine & Institutionen
  • Kultur Inklusiv Hörbehinderung
  • Ermässigung für Schulen Nein
  • kosten CHF 10
  • dokumente Gebührenordnung Museum Burg Zug

So 1. September, 14 Uhr
Führung mit Fachreferentin Stephanie Müller und Simultanübersetzung in Gebärdensprache

Do 9. Januar, 18 Uhr
Führung mit Fachreferentin Barbara Croisier und Simultanübersetzung in Gebärdensprache

Zur Ausstellung
2019 jährt sich das Ende des Kalten Krieges zum 30. Mal. Der Fall der Berliner Mauer und die politischen Umwälzungen in den Ostblockstaaten machen 1989 zu einer historischen Zäsur. Wesentliche Merkmale des Kalten Krieges waren die Furcht vor dem Atomkrieg sowie das gegenseitige Misstrauen. Ab den 1970er-Jahren überlagerten gesellschaftliche Forderungen den politisch-ideologischen Konflikt zunehmend.

Das «Gleichgewicht des Schreckens» prägte auch die Schweiz. Politik, Gesellschaft, Wirtschaft und Kultur waren stark vom Kalten Krieg und dessen Feindbildern eingenommen. Das Klima war politisch aufgewühlt und antikommunistisch eingefärbt. Vor dem Hintergrund der stärker werdenden Friedens- und Anti-Atombewegung kam es in der Schweiz zu gesellschaftspolitischen Spannungen, die 1989 mit dem «Fichenskandal» und der GSoA-Armeeabschaffungsinitiative öffentlich aufbrachen.

Die Ausstellung zeigt die Entstehung des bipolaren Weltbildes des Kalten Krieges, zeichnet die wechselseitigen Feindbilder nach und beleuchtet die daraus entstandenen politischen und gesellschaftlichen Gegensätze.

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