Das Weltall neben einer Baustelle

Kunst & Baukultur, Vermittlung

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Schüler des gewerblich-industriellen Zentrums haben im Rahmen der Projektwoche eine Wand besprayt.

  • Raphael Fahrni führt bereits seit zehn Jahren Workshops für Graffitis durch.(Bild PD)
    Raphael Fahrni führt bereits seit zehn Jahren Workshops für Graffitis durch.(Bild PD)

Zug – Galaxien, Aliens und bunte Planeten auf schwarzem Hintergrund: Wer an der 90 Meter langen Wand, die einen Teil der Baustelle am Lauriedhofweg 10 umzäunt, vorbeigeht, dem wird auffallen, dass sie ordentlich Farbe erhalten hat.

Zahlreiche Motive aus dem Universum zieren die normalerweise weisse Wand. Dabei handelt es sich keineswegs um Vandalismus, sondern um ein sorgfältig aufgegleistes Projekt der Zeichnerinnen und Zeichner mit Fachrichtung Architektur vom gewerblich-industriellen Zentrum Zug (GIBZ). Unter der Leitung von Profisprayer Raphael Fahrni und den Lehrern Simon Haueter, Myriam Arnelas und Marco Ziegler sprühen die rund 20 Schüler fein säuberlich ihre Motive – teilweise sogar durch eine Schablone hindurch – mit einer Farbdose auf die Wand. «Wir machen das alle zum ersten Mal», erläutert Jan Beltrametti (18) und ergänzt: «Sogar die, die anfangs skeptisch waren, sind inzwischen begeistert.»

Engagierte Zusammenarbeit

Jeder Schüler hat einen Beitrag geleistet, um das Projekt aufzugleisen: So erstellte man ein Budget und organisierte Farben. «Aber das Schönste ist sicherlich im Verlaufe der Woche den Fortschritt zu sehen», findet Sara Gisler. Auch von Fussgängern erhielten sie sehr viele positive Rückmeldungen.

«Die Zusammenarbeit macht Freude», so Raphael Fahrni. Er führt aus: «Die Schüler haben die Inputs gut aufgenommen und sind engagiert bei der Arbeit.» Er selber hat ebenfalls seinen Beitrag zu diesem Projekt geleistet und in der Mitte der Wand einen Schriftzug aufgesprayt. Die Schülerinnen und Schüler betrachten ihre Werke am Donnerstagmorgen von nah und von fern, verbessern und präzisieren. «Dass wir eine Wand sichtbar machen, die eigentlich etwas verdecken will – nämlich einen Teil der Baustelle – ist etwas Besonderes», überlegt Jan Beltrametti. «Es ist ausserdem eine Zusammenarbeit, ein sozialer Austausch», resümiert Sara Gisler das spezielle Projekt. (Vanessa Varisco)