Heimelige Lebensfreude

Volkskultur

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Der Jodlerklub Heimelig Baar hatte sich für sein Herbstkonzert ein hohes Ziel gesteckt: Er wollte Lebensfreude vermitteln. Das ist gelungen.

  • Der Jodlerklub Heimelig am Herbstkonzert im Baarer Gemeindesaal. (Bild PD)
    Der Jodlerklub Heimelig am Herbstkonzert im Baarer Gemeindesaal. (Bild PD)

Baar – Draussen war es kalt und regnerisch, im Baarer Gemeindesaal kam trotz des garstigen Herbstwetters Ferienstimmung auf. Im Bühnenhimmel flatterten Dutzende Schmetterlinge, eine Malerstafette, ein Velo und ein Liegestuhl bildeten das Bühnenbild, auf dem der Jodlerklub Heimelig Baar, sein Terzett, das Ländlertrio «Echo vom Chalberschwanz» sowie Arlette und Léonie Wismer in Begleitung von Akkordeonistin Doris Erdin am Samstagabend, 27. Oktober, Lebensfreude vermitteln wollten. so lautete das Motto des traditionellen Herbstkonzerts. Und so hiess auch die erste Komposition: «Läbesfreid» von Edi Gasser. Es folgten zweieinhalb Stunden Musikgenuss mit urchigen Klängen, perfekten Harmonien und der einen oder anderen musikalischen Überraschung.

Dafür waren insbesondere die beiden Schwestern Arlette und Léonie Wismer aus dem luzernischen Rickenbach verantwortlich, die sowohl mit ihren Violinenklängen als auch ihrem Gesang im Gemeindesaal jene Stimmung erzeugten, die Konzerte so besonders macht. Begleitet wurden die beiden von Akkordeonistin Doris Erdin. Besonders hervorzuheben gilt es Arlette Wismers Eigenkomposition «Windspiel». Hier paart sich irische Melancholie mit Schweizer Jodel. Eine faszinierende Kombination.

«Jubilarejutz» ein Hinweis auf das Jubiläumsjahr

In Singlaune war auch der Jodlerklub Heimelig Baar. Besonders zur Geltung kommt diese Freude am Jodeln jeweils bei den Kompositionen von Robert Fellmann, dem Gründervater und langjährigen musikalischen Leiter. «Chiltgang» und «z’Alp» standen dieses Jahr von ihm auf dem Programm. Ebenso passend wie die Fellmann-Kompositionen war der «Jubilarejutz» von Hans Aregger. «Wir sind zwar ein Jahr zu früh», richtete sich Vereinspräsident Alfons Birbaum an das zahlreich erschienene Publikum im Gemeindesaal. Denn der Jodlerklub Heimelig feiert erst 2019 sein 100-jähriges Bestehen. Doch der «Jubilarejutz» war ein erster Hinweis auf das umfassende Jubiläumsprogramm. Der Jodlerklub Heimelig zelebriert seinen runden Geburtstag gleich mehrfach. Am 4. Mai 2019 wird das Jubiläumsbuch, das die 100-jährige Geschichte des Baarer Vereins erzählt, präsentiert. Am 12. Mai wird der Jodlerklub am traditionellen Muttertagskonzert die neuen Männertrachten weihen lassen können. Höhepunkt des Jubiläumsjahrs ist die grosse Feier vom 28. September. In der Waldmannhalle werden Jodelformationen aus allen fünf Unterverbänden des Eidgenössischen Jodlerverbands auftreten. Am Abend machen die Jodlerinnen und Jodler Unterhaltungsbands Platz. Auf der Bühne stehen werden unter anderen Miss Helvetia und die Fäaschtbänkler.

Doch bevor das Jubiläumsjahr gefeiert wird, liessen es sich die Jodlerinnen und Jodler im Baarer Gemeindesaal gut gehen. Nach «Jödele, bödele» von Hans W. Schneller und einer Zugabe war der Abend für den Jodlerklub Heimelig noch nicht beendet. Die Kapelle Echo vom Chalberschwanz, die bereits während des Konzertprogramms mit lüpfigen Intermezzi zum Tanzen einlud, sorgte für einen urchigen Ausklang des gelungenen Abends, der tatsächlich Lebensfreude vermittelt hatte.

Für den Jodlerklub Heimelig:Silvan Meier