Die Inwiler Frösche haben Grund zu feiern

Brauchtum & Geschichte

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Die Fröschenzunft Ebel blickt in einem Jubiläumsbuch auf ihre 75-jährige Geschichte zurück.

  • Der Verfasser Ernst Bürge begutachtet das druckfrische Jubiläumsbuch, an dem er fast zwei Jahre lang gearbeitet hat. (Bild PD/Qsi Gisler)
    Der Verfasser Ernst Bürge begutachtet das druckfrische Jubiläumsbuch, an dem er fast zwei Jahre lang gearbeitet hat. (Bild PD/Qsi Gisler)

Baar – «Mit eme drüüfache Quäh Quäh Quäh» – wenn dieser Spruch zu hören ist, können die Ebeler Frösche nicht weit sein. Auf Baarer Boden war die Fröschenzunft Ebel die erste Fasnachtsvereinigung. Gegründet am 1. August 1945, feiert die Zunft im Jahr 2020 das 75-Jahr-Jubiläum. Vom 24. bis am 26. Januar findet in Inwil aus diesem Anlass ein grosses Fest statt. Zum Geburtstag hat sich die Zunft ein weiteres Geschenk gemacht: Ein Jubiläumsbuch, das an der Versammlung vom vergangenen Samstag den Mitgliedern präsentiert wurde.

Dass das 112-seitige Buch mit grasgrünem Einband und dem Titel «Das freut de Frosch» nun druckfrisch vorliegt, ist in erster Linie dem Verfasser Ernst Bürge zu verdanken. Der 77-Jährige ist Mitglied des Jubiläums-OK und der Zunft seit langem verbunden. Im Jahr 1989 amtete er als Zunftmeister, von 1991 bis 2014 war er Aktuar. «Ich habe die Fasnacht im Blut, und ich schreibe gerne», sagt der pensionierte Projektleiter im Bereich Stahl- und Metallbau zu seiner Motivation.

An Material mangelte es nicht

Anfang 2018 hatte Bürge die Idee, nach 25 Jahren wieder ein Jubiläumsbuch auf die Beine zu stellen. Mit seinem Vorschlag konnte er den Vorstand überzeugen – und machte sich an die Arbeit. «Als langjähriger Aktuar bin ich natürlich an der Quelle für alle möglichen Geschichten», sagt der begeisterte Fasnächtler. Zum 70-Jahr-Jubiläum hatte Bürge bereits eine Fotoausstellung organisiert. Er selber macht seit zehn Jahren Bilder für und über die Zunft. An Material mangelte es also nicht. Im Buch werden die früheren und aktuellen Zunftmeister vorgestellt, es wird erklärt, was ein Zunftmeister macht und welche Rolle die Frösche genau haben. Auch der Wagenbau ist ein Thema. Verschiedene Fasnächtler wie etwa der aktuelle Zunftmeister Marcel Schmid kommen zu Wort, historische und neuere Bilder laden zum Schmökern ein. Mitgewirkt hat auch Altzunftmeister Hansruedi Nussbaum, für die Gestaltung war Qsi Gisler zuständig.

Die Ebeler Frösche sind aus der Zuger Fasnachtslandschaft nicht wegzudenken. Die heute rund 320 Mitglieder zählende Zunft geht mit der Zeit: So wurde an der Versammlung 2015 erstmals eine Frau als Zunftmeisterin präsentiert. Und die Inwiler haben dem Umstand Rechnung getragen, dass sich das Festvolk während der fünften Jahreszeit im Baarer Dorfzentrum trifft: So hat man den Fröschenball in Inwil aufgegeben und die Ebeler Fasnacht in der Schrinerhalle ins Leben gerufen. Die Fasnacht im Baarer Ortsteil habe auch nach 75 Jahren noch eine grosse Bedeutung, ist Ernst Bürge überzeugt: «Ich bin sicher, der Verein wird dereinst auch sein 100-Jahr-Jubiläum ordentlich feiern.»

Rahel Hug

Hinweis
Das Jubiläumsbuch «Das freut de Frosch» kann für 30 Franken bestellt werden bei Ernst Bürge, Eschenweg 6, 6340 Baar, Mail: ernst.buerge@gmx.ch. Weitere Informationen gibt es unter www.froeschenzunft.ch.