Unterricht mit Emotionen

Musik

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Alle drei Jahre führen die Musikschulen des Kantons Zug eine Konferenz für alle Zuger Musiklehrpersonen durch.

Zug – Der Präsident der Zuger Kantonalen Musikschulkonferenz, Benno Auf der Maur, durfte nebst den 320 Musiklehrerinnen und -lehrern den Landammann und Bildungsdirektor Stephan Schleiss, Schulpräsidentinnen und -präsidenten, Kommissionsmitglieder und Gäste im Gemeindesaal in Steinhausen begrüssen. In seinen einleitenden Worten stellte er die Frage, was gelingender Unterricht braucht. Im Wissen darum, dass es die «eine» Antwort nicht gibt, verwies er darauf, dass genau diese Frage die Triebfeder des Unterrichts sei und von den Lehrpersonen immer wieder neu gestellt werden müsse.

Michael Kaufmann referierte über fünf Thesen zum Thema Musikbildung – eine gesellschaftspolitische Herausforderung. Als ehemaliger Direktor der Hochschule Luzern – Musik zeigte er auf, wie sich die Ausbildung zum Musikpädagogen in den letzten Jahren gewandelt hat, wo aktuell die Schwerpunkte liegen und welche Herausforderungen in Zukunft auf musikalische Bildungsinstitutionen zukommen. Michael Haefliger, Intendant des Lucerne Festival, stellte die Lucerne Festival Academy vor, ein Ausbildungsprojekt für zeitgenössische Musik. Dass die Academy so erfolgreich ist, sei darauf zurückzuführen, dass die Bedingungen – der Nährboden – damals sehr günstig waren, um etwas zu wagen.

Ina Dimitrova, Professorin für Violine an der Hochschule Luzern – Musik, referierte aus dem Blickwinkel ihrer pädagogischen Arbeit. Sie verglich das Unterrichten mit dem Anlegen eines Gartens. Man müsse sorgfältig die Samen einsetzen und dann mit viel Geduld, Kreativität und persönlichem Engagement die Samen spriessen lassen. Zudem rief Ina Dimitrova den anwesenden Musiklehrpersonen in Erinnerung, in der pädagogischen Arbeit immer wieder auf die eigenen Erfahrungen und Emotionen der Schülerinnen und Schüler zurückzugreifen. Dabei flossen wiederholt auch Beispiele aus ihrer eigenen Unterrichtspraxis ein. Das sehr begeisternde Referat wurde mit grossem und lang anhaltendem Applaus beschenkt. Mit ihrem Duopartner, Benjamin Engeli, spielte sie im Anschluss an ihr Referat die Partita von Witold Lutoslawski für Violine und Klavier.

Der Präsident der Schulpräsidien des Kantons Zug dankte zum Schluss den Anwesenden für ihre tägliche Arbeit zum Wohle der musizierenden Schülerinnen und Schüler.

Für die Zuger Musikschulkonferenz: Christoph Müller