Künstler werden ausgezeichnet

Kunst & Design

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Im Jahr 2018 erhalten acht Zuger Kunstschaffende Förderbeiträge des Kantons. Anlässlich einer Feier am Mittwoch in der Galvanik ehrte Regierungsrat Stephan Schleiss die Gewinner.

  • Der mit 50000 Franken dotierte Preis Zuger Werkjahr geht an die Musikerin Patricia Draeger. (Bild Maria Schmid)
    Der mit 50000 Franken dotierte Preis Zuger Werkjahr geht an die Musikerin Patricia Draeger. (Bild Maria Schmid)

Zug – «Im Kanton Zug wird gewohnt und gearbeitet - aber erst durch die Kunst wird unser Kanton zu einem Zuhause, in welchem man gerne lebt. Deshalb ist es wichtig, dass alle möglichen Kunstformen gefördert werden. Ich danke allen Preisträgern für ihr kreatives Schaffen. Zug wäre ohne euch um einiges ärmer.» Mit diesen Worten ehrt der Zuger Regierungsrat Stephan Schleiss die Gewinner der Förderbeiträge und des Zuger Werkjahrs 2018 für Kunstschaffende aus unserem Kanton. Die feierliche Preisübergabe fand am Mittwochabend in der Galvanik in Zug statt.

Der Kanton Zug vergibt seit 1978 jährlich Förderbeiträge und unterstützt damit junge und talentierte Kunstschaffende im Kanton. Bis heute konnten über 390 Zuger Künstlerinnen und Künstler von dieser Förderung profitieren. 2018 erhalten acht Zuger Kunstschaffende Förderbeiträge. In festlichem Rahmen und zwischen hochstehenden Musikeinlagen erhalten Pascale Birchler, Ramon Hungerbühler, Robin Meier und Sven Teufer im Bereich bildende und angewandte Kunst jeweils einen Beitrag zwischen 12000 und 18000 Franken. Mit Mathias Landtwing, Laura Livers und Marus Twerenbold erhalten drei weitere Talente in der Sparte Musik je 15000 Franken. Der einzige Förderbeitrag im Bereich Film erhält Thomas Gibbons.

Zuger Werkjahr geht an Akkordeonistin

Der mit 50 000 Franken dotierte Preis «Zuger Werkjahr» geht nach einer herausragenden Laudatio des Violinisten Volker Biesenbender an die Musikerin Patricia Draeger. Dieser Preis steht für brillante, projektbezogene, künstlerische Leistungen. Die Akkordeonspielerin verwirklicht mit dem Werkjahr ein Musikprojekt, welches den musikalischen Austausch zwischen Ägypten und der Schweiz fördert. Aufgrund der Eindrücke, die sie während eines Stipendienaufenthaltes in Kairo gewonnen hat, möchte sie Eigenkompositionen erarbeiten. Diese sollen mit einem Ensemble, bestehend aus Schweizer Musikschaffenden und Musikern aus Ägypten, einstudiert werden. Später wird ein Studioalbum veröffentlicht. Zudem ist eine Konzerttournee geplant. Dieses Projekt hat den Anspruch, nicht nur den Kulturaustausch zu fördern, sondern es werden auch neue Klangsprachen entwickelt.

«Alle Musiker sind geprägt durch ihre Ausbildung und gefangen in gewissen Schemen. Ich will aber alle Vorgaben vergessen und einen Zustand erlangen, in welchem ich nichts über Harmonie und Rhythmus weiss. So ist es mir möglich, wie ein Kind die Klänge auf meine eigene Art zu entdecken. Die mir bekannten Musiker aus Kairo sind extrem offen für Improvisationen und es macht Spass, mit ihnen neue Klangfarben zu erforschen», erläutert Patricia Draeger.

Bei der aktuellen politischen Lage scheint es kein schlechter Weg zu sein, mit Menschen aus fremden Kulturen einfach gemeinsam zu musizieren. (David Huwyler)