Steinzeit-Kinder spielen die Hauptrolle

Literatur

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In einer Broschüre berichtet das Museum für Urgeschichte(n) über das Leben der Steinzeitmenschen im Kanton Zug. Im Museum selbst kann man noch mehr entdecken.

  • Das Büchlein erzählt unter anderem die Geschichte zweier Steinzeitkinder. (Bild: PD)
    Das Büchlein erzählt unter anderem die Geschichte zweier Steinzeitkinder. (Bild: PD)

Zug – Das Museum für Urgeschichte(n) in Zug hat eine 23-seitige Publikation herausgegeben mit dem Titel «Im Einbaum über den Zugersee – Die abenteuerliche Reise der Steinzeitkinder Saima und Kerem». Darin wird die Geschichte von Saima, Kerem, Misemari und Arima erzählt, die 3000 vor Christus in einem von mehreren Pfahlbauer-Dörfern rund um Zug aufwachsen.

In dem Prospekt sind verschiedene Funde abgebildet, die man im Museum betrachten kann, etwa eine Steinaxt. Einige Bildflächen sind auch leer geblieben und können mit Stickers auf dem Klappentext überklebt werden. Aber Achtung, es gibt nur ­einen richtigen Platz für jeden Sticker. Anhand einzelner Geschichten werden die Überreste aus der Pfahlbauer-Zeit kindgerecht erklärt. So wird beispielsweise die Geschichte von Misameri erzählt, deren Magen knurrt. Sie wurde von einem Händler im Stich gelassen. Doch dann gibt ihr ein Mädchen ein Stückchen Brot. Neben der Geschichte kann das Bild einer Frau eingeklebt werden, die Getreide zu Mehl mahlt.

Mit Einbäumen wurde Fischerei betrieben

Am Zugersee gab es in dieser Zeit rund 15 Pfahlbauer-Dörfer. Die meisten lagen am nördlichen Ufer. Sie wurden auf Pfählen errichtet, weil der Wasserstand nicht immer gleich hoch war. Auf einer Karte in der Broschüre sind die Pfahlbauer-Dörfer eingezeichnet. Deren Bewohner betrieben damals schon die Fischerei mit ihren Einbäumen. Daneben ernährten sie sich auch von der Jagd und dem Ackerbau.

«See, Hügel und Berge existierten zwar bereits damals, doch das Ganze war Urwald» steht in dem Prospekt. Die Menschen liessen sich oft am Ufer nieder, aber auch an den Äckern im Landesinneren, je nach Klima.

Zug ist eine von 1000 Pfahlbauer-Fundstellen in sechs europäischen Ländern. Einige davon wurden zum Unesco-Weltkulturerbe erklärt. (cts)

Hinweis
Weitere Informationen unter: www.urgeschichte-zug.ch