Erlebnistag mit den Zuger Museen

Brauchtum & Geschichte, Kunst & Baukultur

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Auch am 42. internationalen Museumstag spannen die vier hiesigen Häuser zusammen und halten ein Bouquet an Spezialanlässen bereit.

Zug – Geschichte, Kunst, Kultur, Handwerk, Traditionen... der internationale Museumstag steht seit 1978 jeweils am zweiten oder dritten Sonntag im Mai im Zeichen des Museums. Er will hervorheben, welche wertvollen Aufgaben die Museen dieser Welt erfüllen, der Bevölkerung alles aus den eingangs genannten Sparten nahebringen und noch viel mehr. Vom kleinsten Quartiermuseum bis zur grossen staatlichen Einrichtung ­findet an diesem Tag alles gleichermassen Beachtung. Mit besonderen Aktionen wie Spezialführungen, Blicke hinter die Kulissen, Workshops und mehr weisen die Museen auf ihre Bedeutung hin.

Der internationale Museumstag 2019 findet am 19. Mai statt, das Motto diesmal lautet «Zukunft lebendiger Traditionen». In der Schweiz treten der Verband der Museen der Schweiz (VMS) sowie der Schweizer Verband der Museumsfachleute (ICOM) in Kooperation mit mehreren Partnerorganisationen als Veranstalter in Erscheinung. Auch die vier Zuger Museen machen an diesem Tag wieder gemeinsame Sache. Mit vereinten Kräften führen sie als eines der Highlights eine knapp andert­halbstündige Führung durch, welche sich der Vorstadtkatastrophe von 1887 annimmt. Dabei wird der Frage auf den Grund gegangen, was Steinbeile, eine Ziegelhütte, Kunst im öffentlichen Raum und eine Zuger Sage mit dem grossen Unglück von damals verbindet. Nicht nur geht es um die Katastrophe selbst, und wie es dazu gekommen ist, sondern es rücken auch Jahrtausende alte Handwerkstechniken in den Fokus, gleich wie die Inspirationsquellen für kontemporäre Kunstschaffende. Und was genau ist eigentlich mit all dem Schutt nach dem Unglück passiert?

Neben dieser gemeinsam veranstalteten Führung hält jedes der vier Museen noch sein eigenes Spezialprogramm an diesem Tag bereit. Die Burg Zug bringt den Leuten Zuger Traditionen nahe. Im Museum für Urgeschichte(n) wird unter anderem die Bauweise der Pfahlbauten beleuchtet. Das Kunsthaus Zug rückt die begehbare Installation «Seesicht» von Roman Signer ins Zentrum des Interesses und das Ziegelei-Museum lädt zur eigenhändigen Herstellung von Ziegeln nach alter Tradition. Die detaillierten Tagesprogramme sind jeweils auf den Websites der vier Museen einsehbar. (fae)