Samstag 6. November 2021 bis Sonntag 14. November 2021

M. Bachmann und A. Waibel: Meditationen – Glücksmomente – Aufbrüche

Ausstellungen

Altstadthalle, Zug

  • Datum 6.11.2021  18:00 - 22:00
    7.11.2021 - 13.11.2021 jeweils Sa, So  10:00 - 21:00
    8.11.2021 - 11.11.2021  12:00 - 20:00
    12.11.2021  12:00 - 21:00
    14.11.2021  10:00 - 16:00
  • Erg. Zeitangaben Samstag 6.Nov. 2021 18-22h Vernissage
    Sonntag 14.Nov. 2021 10 Uhr Öffnung
                                         16-20 Uhr Finissage
  • Ort Altstadthalle, Zug
  • Link
  • Preis Eintritt gratis
  • Vorverkauf Eintritt gratis
  • Kategorie Kunst
  • Zielgruppe Offen für alle
  • Art der Ausstellung Sonderausstellung
  • Barrierefreiheit Nicht rollstuhlgängig, Zu-/ Eingang zur Toilette über Treppe
  • Vergünstigungen Gratis für alle / Freier Eintritt

Presseinformation zur Ausstellung
Zwei Kulturschaffende aus dem Kanton Zürich präsentieren in der Altstadthalle ihre umfassende Werkschau. Auf allen vier Etagen werden Bilder, Skulpturen und Fotografien aus verschiedenen Schaffensepochen und aktuelle Werke gezeigt. Eine grosse Vielfalt an Inhalten, Materialien, Techniken und Formaten geben Einblick in das vielfältige Repertoire der beiden Kunstschaffenden. Die Zusammenarbeit der Beiden befruchtete das kreative Schaffen und führte zu diesem Ausstellungsprojekt.

Martin Kaspar Bachmann
       Vor drei Jahren kam dem Landschaftsfotografen Bachmann die Idee, seinen 70. Geburtstag zusammen mit der Öffentlichkeit zu begehen. Beabsichtigt war, seine Freunde, Bekannten und ein weiteres Publikum an seinen fantastischen Panorama-Fotografien teilhaben zu lassen.
       Dank der jetzigen massvollen Lockerung der Corona-Massnahmen besteht nun aber wieder berechtigte Hoffnung, diesen besonderen Anlass durchführen zu können. Vom 6. bis am 14. November 2021 sollen in der Allstadthalle in Zug Landschaftsbilder gezeigt werden, die an Bachmanns verschiedenen Wohn- und Wirkungsorten und auf seinen Reisen ins Ausland entstanden sind. Thematisch könnten die Bilder beschrieben werden mit “Round the world“, “Exciting Asia“ und „last but not least Switzerland“, unsere schöne Heimat hier.

       In Steinmetzkursen hat Bachmann sich die Bearbeitung von relativ weichem Steinmaterial aneignen können, um diverse kleinere Kunstobjekte zu schaffen. Doch er wollte zurück zu den Wurzeln, die ihm in der Kindheit und Jugend von seiner Familie mitgegeben wurden. Sein Vater war ein bekannter Aquarellist und talentierter Künstler in der Bearbeitung von Ton.
       Also begann er nun wieder Figuren von Frauen- und Männerkörpern aus Ton zu formen. Bald wagte er sich an schwierigere Studienobjekte wie menschliche Köpfe oder Hände. Anfänglich war nicht alles ganz einfach. Aber dank Ausdauer und Elan entstanden immer interessantere Skulpturen. Skulpturen, die nicht entstanden wären ohne die dafür nötige Leidenschaft.

       Zudem entdeckte Bachmann auch wieder die Freude an Pappmaché. Nun entstanden Fabelfiguren, die teilweise von den bekannten, ebenso eigenwilligen wie faszinierenden Figuren von Niki De Saint Phalle inspiriert sind. Später wurden Kasperle-Figuren geschaffen, und so folgten weitere Versuche mit anderen Materialien.
        Dazwischen besuchte er – trotz erschwerter Umstände infolge der Corona-Pandemie - diverse lehrreiche Kurse. Diese gaben erneuten Schub und verstärkten die Lust am kreativen Schaffen. Er wagte sich wieder an den Linolschnitt und kreierte Schwalben- und Schmetterlingsbilder und frönte plötzlich auch wieder intensiver der Malkunst.  

       Die Fotografie der Panoramen fand in den letzten fünf Jahren auch eine erneute Steigerung. So entschloss er sich, mit einer Flugdrohne, bestückt mit einer Haselblad-Kamera, den Blick in die Weite mit vielversprechenden neuen Perspektiven und Winkeln noch professioneller zu erschliessen, um den Landschaften noch mehr Reiz abzugewinnen. Es war naheliegend, diese neuartige Fotokunst überwiegend dem Zürcher Oberland, wo er heute wohnt, zu widmen. Bachmann erfüllt es mit grosser Freude, im kommenden Mai bis August 2022 im Gemeindehaus Bubikon ZH eine erfreulich grosse Zahl dieser in den letzten drei Jahren entstandenen Foto-Panoramen ausstellen zu können.  

       Die Ausstellung in der Altstadthalle ist für Martin Bachmann sozusagen ein “Zurück zu den Wurzeln“, ist er doch im Dezember 1949 in Zug zur Welt gekommen und da in einer Grossfamilie in der Unter-Altstadt aufgewachsen.
       In der Altstadthalle bietet sich Bachmann nun ein idealer Platz, um seine unterschiedlichsten Arbeiten aus Materialien wie Stein, Ton, Gips, Beton, Linol, Kunststoff und Pappmaché präsentieren zu können. Zudem freut er sich, der interessierten Bevölkerung am gleichen Ort seine erst in jüngster Zeit geschaffenen Panoramen in Aquarell/Mischtechnik präsentieren zu können.  
       In der Ausstellung in Zug wird man auch sehen, wie Bachmann die Faszination des plastischen Schaffens verinnerlicht hat und diese auch umzusetzen versteht.  In dieser Werkschau werden schöne Skulpturen und Reliefs zu sehen sein, wie die Reihe “Schmetterlinge“, “Fische“ sowie ihm lieb gewordene Frauenreliefs.
       Annemarie Waibel, eine grossartige, einfühlsame Künstlerin kleiner und grosser Skulpturen, und Martin Bachmann, vielseitiger Kunst-schaffender und passionierter Fotograf, freuen sich darum ausser-ordentlich, ihre Werke vom 6.11. bis 14.11.2021 in Zug dem interessierten Publikum zeigen zu dürfen.

Annemarie Waibel
Die Kunstschaffende lebt seit über 20 Jahren in ihrem Haus mit Atelier und Skulpturen-Garten in Zollikerberg bei Zürich. In ihrer künstlerischen Arbeit steht die Faszination und das Engagement für den Menschen, insbesondere die Frauen in ihrer Lebensvielfalt im Mittelpunkt. Aktuelle und zeitlose Themen werden mit grosser Schaffenskraft und kreativer Leidenschaft in kleinen bis überlebensgrossen Skulpturen in Bronze, Gips, Beton und Kunststoff dargestellt.
Die Werke von Annemarie Waibel können keiner bestimmten Stilrichtung zugeordnet werden. Sie geht in der Kunst ihren eigenen Weg und orientiert sich nicht an Mainstream und Modetrends des Kunstmarktes. Kunsthistorisch sind klassische Wurzeln und klassische bildhauerische Schulung erkennbar. Sie hat im Schaffensprozess eine eigene Formenwelt geschaffen, die sich auch stetig weiterentwickelt. Ein Teil ihrer Skulpturen wurde anhand von lebenden Modellen modelliert, ein anderer quasi aus dem Innenraum der Künstlerin herausgeformt. Neuinterpretierungen und Kombinationen mit überraschenden und zeitgenössischen Elementen lassen die Skulpturen irgendwie zeitlos erscheinen. Die Wandlungsqual ist in Annemarie Waibels Skulpturen nicht mehr sichtbar, sie haben den Weg begangen, sind durch Sehnsucht erwacht, erforscht, mit Händen und Herz bearbeitet, durch viele Schritte zum Leben erwacht. Es sind figürliche, stets würdevolle Menschen-Darstellungen, die einerseits realistisch und somit scheinbar eindeutig, zugleich aber irritierend, symbolhaft und vieldeutig wirken. Die Nacktheit der Figuren will einen unverhüllten Blick auf das Wesen des Menschen freigeben. Die Sprache des Körpers ist eine andere Sprache, eine ohne Worte. Sie deutet auf Be-Sinnlichkeit, kraftspendende Erdhaftigkeit, Verletzlichkeit, Zentrierung und innere Schönheit hin. Einige der dargestellten Wesen sind beflügelt und scheinen nach oben zu ziehen. „Wer nicht vom Fliegen träumt, dem wachsen keine Flügel“. Sie versinnbildlichen eine Entwicklung hin zu Überwindung von Schwere, zu inneren Werten, zu nur Erahntem.

Die Künstlerin arbeitet auch mit der uralten Sandguss-Technik, die schon vor Tausenden von Jahren verwendet wurde. So entstehen archaische Abformungen, die wie eben bei einer Ausgrabung in der Erde gefunden erscheinen. Weiterhin entstehen auch Bronze-Skulpturen und Skulpturen in Gips, Wachs und Kunststoff. Für eine Bronzeskulptur muss die Künstlerin zuerst ein Modell in Gips, Wachs oder Ton modellieren, aus dem hernach in zahlreichen Arbeitsschritten die Guss-Formen für den Bronze-Guss hergestellt werden.
Bei den Beton- und Gipsskulpturen werden alte Patinierungstechniken und Abguss-Verfahren verwendet, die zum Teil kaum mehr bekannt sind.

Die Neugier lässt die Kunstschaffende in letzter Zeit auch Figuren mit dem 3D-Drucker herstellen.
Seit 2020 malt sie zusätzlich Bilder in Aquarelltechnik, die nun gezeigt werden können. Wieder liegt der Schwerpunkt bei den Menschen, wieder häufig Frauen. Aber die traditionelle Aquarellmalerei wird neu interpretiert mit ungewohnten und frischen Farbkombinationen. Zugleich erhaltet die Künstlerin aber die besondere Qualität der Aquarellfarben, die anders als die sehr farbigen bis opulenten Acrylfarben ganz zart, semitransparent und luftig sein können.

Die «Pussyhats» sind nach ihrem Erkennungszeichen benannt: Dem Pussyhat, einer handgestrickten Mütze in Pink, mit zwei Zipfeln, die zwei Katzenohren symbolisieren. Pink und Lila sind weltweit die Farben für das Engagements für Frauen, für weibliche Solidarität und Gleichberechtigung. Die Pussyhat-Mützen sind quasi ein modisches Accessoire, das Politik macht, ein globales Symbol für die Bewegung des wachsenden Bewusstseins bei Frauen und Männern.
Sie sind auch ein Zeichen von Protest und Provokation: Die rosa Pussy als weibliche Vulva wird als Hut, quasi als Krone auf dem Kopf getragen.
Auch assoziiert man mit den Ohren oft etwas Diabolisches.
Erste Impulse kamen vor Jahren von den russischen «Pussy Riot», etwa 10 jungen Frauen mit spontanen Auftritten an öffentlichen Orten.
Unterdessen sind die Pussyhats im «V&A Victoria and Albert Museum» in London als Kulturgut in die Ausstellung aufgenommen worden.

Die »Pussyhats» von Annemarie Waibel:
sind die künstlerische Inkarnation von der Power der kollektiven Aktion,
vom gemeinsamen Handeln,
vom «We Can Do It».
Eine pinkfarbene Demonstration, stumm,
aber mit offenem Mund.
Ein Statement für die Sichtbarkeit der Frauen:
Je besser man uns sieht, desto besser hört man uns.
Mit der Faust auf dem Rücken.
In vielen renommierten Kunstmuseen im In- und Ausland sind KünstlerInnen massiv untervertreten.
Die Pussyhats haben einen wichtigen Weg vor sich.

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