Dienstag 14. Januar 2020

Öffentlicher Vortrag: Ernstfall! Die Schweiz im Kalten Krieg

Brauchtum & Geschichte

Rathaus Zug, Zug

  • Datum 14.1.2020  19:00 - 20:30
  • Ort Rathaus Zug, Zug
  • Link
  • Preis Erwachsene: CHF 10.00
  • Kategorie Geschichte, Vortrag, Weitere Museum / Sehenswürdigkeiten
  • Vergünstigungen Mitglieder gratis, Kinder unter 16 Jahren gratis

Die Vorträge finden im Kontext der Sonderausstellung «Ernstfall! Die Schweiz im Kalten Krieg» des Museums Burg Zug statt:
Donnerstag, 19.09.2019: «Die Schweiz im Kalten Krieg» mit Christian Koller, Titularprofessor Universität Zürich
Dienstag, 15.10.2019: «P-26: Widerstandsvorbereitungen für den Besetzungsfall» mit Titus Meier, Historiker
Mittwoch, 13.11.2019: «Den Atomkrieg denken. Bedrohungsbilder in der Schweiz des Kalten Krieges» mit Sibylle Marti, FernUniversität Hagen  
Dienstag,14.01.2019: «Igel, Indianer und Füchse: Eine Kulturgeschichte des Bunkers im Kalten Krieg» mit Silvia Berger Ziauddin, Assistenzprofessorin Universität Bern

Zur Ausstellung:
2019 jährt sich das Ende des Kalten Krieges zum 30. Mal. Der Fall der Berliner Mauer und die politischen Umwälzungen in den Ostblockstaaten machen 1989 zu einer historischen Zäsur. Wesentliche Merkmale des Kalten Krieges waren die Furcht vor dem Atomkrieg sowie das gegenseitige Misstrauen. Ab den 1970er Jahren überlagerten gesellschaftliche Forderungen den politisch-ideologischen Konflikt zunehmend.

Das «Gleichgewicht des Schreckens» prägte auch die Schweiz. Politik, Gesellschaft, Wirtschaft und Kultur waren stark vom Kalten Krieg und dessen Feindbildern eingenommen. Das Klima war politisch aufgewühlt und antikommunistisch eingefärbt. Vor dem Hintergrund der stärker werdenden Friedens- und Anti-Atombewegung kam es in der Schweiz zu gesellschaftspolitischen Spannungen, die 1989 mit dem «Fichenskandal» und der GSoA-Armeeabschaffungsinitiative öffentlich aufbrachen.

Die Ausstellung zeigt die Entstehung des bipolaren Weltbildes des Kalten Krieges, zeichnet die wechselseitigen Feindbilder nach und beleuchtet die daraus entstandenen politischen und gesellschaftlichen Gegensätze.