Samstag 28. Januar 2023

Verena Voser - Erkundungen

Kunst & Baukultur

Kunsthandlung & Galerie Carla Renggli, Zug

  • Datum 28.1.2023  17:00 - 19:00
  • Ort Kunsthandlung & Galerie Carla Renggli, Zug
  • Kategorie Kunst allgemein
  • Zielgruppe Offen für alle
  • Vergünstigungen Gratis für alle / Freier Eintritt

Vom 28. Januar bis zum 25. Februar zeigt die Zuger Künstlerin Verena Voser ihre neuen Arbeiten.
Vernissage: Samstag, 28. Januar, 17-19 Uhr
Begegnung mit der Künstlerin: Sonntag, 19. Februar, 14 - 17 Uhr

Verena Voser, geboren 1952, wuchs an diversen Orten im Kanton Waadt und in der Deutschschweiz auf. Nach der Matura schloss sie in Zürich das Studium in integrativer Pädagogik ab. Sie bildete sich künstlerisch an der experimentellen Schule für Gestaltung F+F in Zürich weiter. Ihre Arbeiten zeigte sie bisher in zahlreichen Einzelausstellungen und sie nahm an verschiedenen Kunstprojekten teil. 2002 erhielt sie das Stipendium des Kantons Zug für das Atelier in Berlin. Sie engagierte sich über Jahre in der Genossenschaft Probe- und Kulturraum Zug. Heute lebt sie in Zug und arbeitet in Horw. Sie ist Mitglied der Visarte Zentralschweiz.


Erkundungen

Die Arbeiten zur Ausstellung «Erkundungen» entstanden weitgehend in einer Zeit der Begrenzungen. Öffentlichkeit, Betriebsamkeit und Geselligkeit hatten ihren Gegenpolen Privatheit, Ruhe und Rückzug Platz gemacht. Zuvor weckte der hektische, fordernde, aufregende und anstrengende Alltag oft Sehnsüchte nach Orten der Stille, der Besinnung, der Befreiung, der Entspannung. Die von aussen diktierte Abgeschiedenheit erwies sich jedoch ebenso oft als einengend, das Alleinsein als monoton, das Inseldasein als belastend.

Verena Voser ist bei ihren «Erkundungen» von diesem Paradoxon ausgegangen. Zu Fuss erforschte sie auf immer neuen Pfaden minutiös die ihr bekannte Zuger Landschaft. Sie beobachtete, wie die Einhaltung des vorgegebenen Abstandes die Kommunikation veränderte. Sie entdeckte die Menschen als persönliche Inseln, und diese Inseln als Orte des Einzigartigen.  

Im Atelier setzte sie die Erkundungen künstlerisch um. Die freien Streifzüge über Land und durch Wälder schafften eine neue Topografie. Rotweisse Absperrbänder mutierten zu angenehmen Schutzzäunen, fremde Distanzen erzeugten aussergewöhnlichen Zonen. Die limitierten Bewegungsräume erwiesen sich als geistsprühende Laboratorien.

Technisch knüpft Verena Voser an ihre bisherige Arbeit an: Porzellan als Mal- und Gestaltungsmittel. Die Wahl von festem Baumwolltuch als Bildträger war eine logische Folge der aktiven Erkundung von Befindlichkeiten und Örtlichkeiten unter veränderten Voraussetzungen. Filigrane Federstriche mit Tusche rücken das Zeichnerische ins Zentrum der aktuellen Arbeit.