Montag 8. Juni 2020 bis Donnerstag 29. Oktober 2020

Philipp Etter (1891–1977). Der ewige Bundesrat

Ausstellungen

Staatsarchiv des Kantons Zug, Zug

  • Datum 8.6.2020 - 29.10.2020 jeweils Mo, Di, Mi, Do  08:15 - 12:00
    8.6.2020 - 29.10.2020 jeweils Mo, Di, Mi, Do  13:30 - 17:00
  • Ort Staatsarchiv des Kantons Zug, Zug
  • Link
  • Preis Kein Eintritt; vorderhand Voranmeldung unter info.staatsarchiv@zg.ch oder 041 728 56 80 erforderlich.
  • Kategorie Geschichte
  • Zielgruppe Offen für alle
  • Barrierefreiheit Rollstuhlgängig, Zu-/ Eingang bodeneben, Toilette mit Rollstuhl befahrbar, Zu-/ Eingang zur Toilette bodeneben, Anfang und Ende von Treppen gekennzeichnet (Materialwechsel)
  • Vergünstigungen Gratis für alle / Freier Eintritt

Mehr als zwei Jahrzehnte beeinflusste er als führender Vertreter der katholisch-konservativen Mehrheit die Politik im Kanton Zug. Über ein Vierteljahrhundert lang begleitete er zuerst als Ständerat und ab 1934 als Bundesrat die Schweizer Politik. Etter erlebt die wirtschaftliche Krise der 1930er-Jahre und den Zweiten Weltkrieg. Er zeichnet verantwortlich für die «geistige Landesverteidigung». Nach 1945 durchläuft Etter die Jahre des ökonomischen und sozialen Aufschwungs wie auch den inneren Wandel des katholischen Milieus. Zuletzt wirkt er 1959 bei der Einführung der «Zauberformel» in der Zusammenset-zung des Bundesrats mit. «Etternell» wird er am Ende seiner Karriere genannt, der «Ewige». Als Etter zurücktritt, hat er insgesamt 23 Regierungskollegen erlebt. Im Parlament sind nur noch sieben von jenen Nationalräten übrig, die ihn 1934 gewählt haben. Nur vier Bundesräte dienten länger als er. Etter wurde als eine streitbare Figur der Schwei-zer Zeitgeschichte in den letzten Jahrzehnten kritisch hinterfragt. Die autoritären und antisemitischen Tendenzen in der Schweizer Politik der 1930er- und 40er-Jahre sowie die Rolle der Schweiz im Zweiten Weltkrieg wurden mit Etters Person identifiziert und sorgten für Kontro-versen damals wie heute.
Die Ausstellung widmet sich den kritischen Fragen, aber auch der langen Dauer von Philipp Etters politischer Wirkung. Ein Hauptaugenmerk liegt auf Etters Selbstverständnis als konservativer Intellektueller, der sich in zahlreichen Briefen und Schriften als Zeitbeobachter äussert. Gezeigt werden Dokumente aus den Jugendjahren, aus der Zeit als Zug er Regierungsrat und Leiter der «Zug er Nachrichten», bundesrätliche Ansprachen, bislang unveröffentlichte Erinnerungsschriften, private Korrespondenz sowie Film-, Bild- und Tondokumente. Etters Privatnachlass (P 70) im Staatsarchiv Zug umfasst rund 13 Laufmeter und wurde zwischen 2014 und 2018 erschlossen. Das Staatsarchiv präsentiert mit dieser Ausstellung erstmals den Bestand der Öffentlichkeit.

  • Adresse Staatsarchiv des Kantons Zug, Verwaltungsgebäude 1 An der Aa, Aabachstrasse 5, 6300 Zug
  • Kontakt info.staatsarchiv@zg.ch, 041 728 56 80
  • Wegbeschreibung Busse Nr. 6, 7, 11 und 16 bis Aabachstrasse; S-Bahn Nr. 1 bis Bahnhof Zug oder Schutzengel; öffentliche Parkplätze in der Nähe.
  • Anreise Route berechnen: öV
    Route berechnen: Auto
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