Tänze von ihm gibt es jetzt auf Noten

Theater & Tanz, Musik

,

Im Ägerital ist Remo Gwerder der Schwyzerörgeli-Lehrer schlechthin. Nun hat er sich einen Wunsch erfüllt.

  • 21 11 23 akordeon
    21 11 23 akordeon

Unterägeri – Mit seinem virtuosen, rassigen Spiel und seiner heiteren Art hat sich Remo Gwerder in etlichen bekannten Ländler-, Volks- und Unterhaltungsmusik-Formationen weit über die Innerschweiz hinaus einen Namen geschaffen. Auch zahlreiche TV-Auftritte belegen das Renommée des gebürtigen Lauerzers mit Rothenthurmer Wurzeln (und Wohnort).

Aktuell ist der Musiker und Komponist vor allem mit seinen beiden Formationen Trio Örgeliwirbel (zusammen mit dem Örgeler Marcel Zumbrunn und dem Kontrabassisten Christian Grob) und dem Duo Alpengroove (zusammen mit dem Ausserschwyzer Perkussionisten, Baritonisten und Sänger Florian Kümin) sowie solo mit Remo’s Alpengroove unterwegs. Konzertant spielt er immer wieder auch mit Franz Schmidig jun. und Urs Meier in zwei hochklassigen Akkordeon-Duos. Lange war er mit dem Quartett Waschächt auf der Bühne.

Die Freude an der Musik vermitteln

Nebst den rund 60 bis 70 Auftritten pro Jahr ist Remo Gwerder, der einst Möbelschreiner lernte und sich anschliessend musikalisch weiterbildete, auch vier Tage als Musiklehrer in Unter- und Oberägeri sowie Neuheim tätig. Weiter erteilt er Privatunterricht in den Fächern Schwyzerörgeli und Akkordeon, und längst gibt es eine Warteliste. Von seinen rund 50 Schülerinnen und Schülern sind drei Viertel Kinder und Jugendliche. Die meisten lernen auf dem Schwyzerörgeli, das in den 90er-Jahren einen Boom erlebte. «Heute ist das Instrument längst etabliert und für viel sogar Kult», so Remo Gwerder. Auf den Bühnen und «Giigäbänken» des Landes könnte er wohl doppelt so viel musizieren, aber das Unterrichten hat für ihn einen hohen Stellenwert. «Ich will nicht nur Stücke auf den Instrumenten vermitteln. Auch die grundsätzliche Freude an der Musik ist mir wichtig.»

Dies spürt man, wenn man sich die Kompositionen von Remo Gwerder anhört. Meistens lüpfig-frisch, mit einem rassigen Takt und frechen Finessen gespickt. Nicht selten auch etwas weg von der traditionellen Ländlermusik. Die Bandbreite seiner Kompositionen reicht von «urchigen und chugelrunden» Stücken bis hin zu konzertanter und zeitgenössischer Volksmusik.

Stücke sollen gespielt werden können

So sind in den letzten 20 Jahren rund 45 Stücke aus der eigenen Feder entstanden. Diese sollen nicht nur auf den unzähligen Tonträgern, sondern auch auf Noten zugänglich sein. «Es war ein lang gehegter Wunsch, die Stücke für interessierte Musikerinnen und Musiker zugänglich zu machen», sagt Remo Gwerder. Drei Notenhefte sind nach monatelanger Arbeit entstanden. «Vielseitige Akkordeonkompositionen von Remo Gwerder» und «Vielseitige Schwyzerörgelikompositionen von Remo Gwerder» heissen die Hefte mit insgesamt 41 Stücken. Jenes für das Schwyzerörgeli ist in zwei Versionen (einmal in der klassischen Notenschrift und einmal in der gängigen Griffschrift) erschienen. Die Notenhefte werden zeitnah im Handel sein, sind über remogwerder.ch bereits erhältlich. «Ich freue mich jetzt schon, wenn ich plötzlich einmal ein Stück von mir von einer jungen Formation höre.» (Text von Roger Bürgler)